Was ist ein Burnout?
Burnout ist ein Erschöpfungssyndrom, das meist als Folge anhaltender beruflicher Überlastung entsteht und sich in drei Bereichen zeigt: tiefer emotionaler Erschöpfung, wachsender innerer Distanz zur Arbeit und deutlich verminderter Leistungsfähigkeit.
Verlässliche Zahlen zur Häufigkeit gibt es kaum, auch weil Burnout im engeren Sinne keine eigenständige medizinische Diagnose ist, sondern als Risikozustand gilt, der in eine Depression oder andere Erkrankungen übergehen kann. Fest steht: Die Beschwerden sind weit verbreitet und die Übergänge zur Erschöpfungsdepression sind fließend.
Ein Burnout entwickelt sich schleichend über Wochen bis Monate: Anhaltende Anforderungen ohne ausreichende Erholung führen zu Stresssymptomen, die sich auch in freien Phasen nicht mehr zurückbilden. Neben eigenen Ansprüchen spielt die Arbeitsumgebung eine zentrale Rolle, etwa hohe Arbeitsmenge, wenig Einfluss, fehlende Anerkennung oder als unfair erlebte Bedingungen.
Quellen: HTA-Bericht 120: Therapie des Burnout-Syndroms (DIMDI, 2012) S3-Leitlinie Müdigkeit, DEGAM (2022) NVL Unipolare Depression, Version 3.2 (2023)
Anzeichen und Symptome eines Burnouts
Ein Burnout entwickelt sich schleichend und die Grenze zur Erschöpfungsdepression ist fließend. Die folgenden Anzeichen dienen der ersten Orientierung; sie ersetzen keine sorgfältige Diagnostik. Was tatsächlich hinter Ihrer Erschöpfung steckt, lässt sich nur in einem therapeutischen Gespräch fachlich klären, auch um eine Depression oder körperliche Ursachen nicht zu übersehen.
Tiefe Erschöpfung
Ausgelaugt bis in die Knochen und selbst Wochenende und Urlaub laden den Akku nicht mehr nachhaltig auf.Innere Distanz
Die Arbeit, für die Sie einmal gebrannt haben, ist Ihnen inzwischen gleichgültig oder zuwider.Leistungsknick
Sie sitzen länger und schaffen weniger. Fehler häufen sich.Gereiztheit
Ob Kollegin, Kunde oder Familie, Sie reagieren gereizter als Sie sein wollen.Schlafprobleme
Abends zu aufgedreht zum Einschlafen, morgens wie erschlagen. Der Kopf macht keine Pause.Körperliche Signale
Verspannungen, Kopfschmerzen, Magendrücken, ein Infekt nach dem nächsten, ohne klaren Grund.Rückzug
Für Freunde und Hobbys fehlt die Kraft. Was an Energie übrig ist, geht in die Arbeit.Gedankenkreisen
Auch nach Feierabend arbeitet der Kopf weiter: To-dos, Sorgen, das Gefühl, nie fertig zu sein.Wenden Sie sich in akuten Krisen bitte an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111), kostenlos und anonym, rund um die Uhr, oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (116117), in akuten Notfällen an den Notruf (112). Ein Gespräch bei mir ersetzt kein psychiatrisches Notfallsetting.
Wie läuft eine Therapie bei Burnout ab?
Ich arbeite evidenzbasiert nach den aktuellen psychotherapeutischen Leitlinien. Die Sitzungen finden vor Ort in Hamburg oder online per Video bundesweit statt, in der Regel einmal pro Woche (50 Minuten).
Kostenloses Kennenlerngespräch
Sie buchen über das Buchungstool auf meiner Website einen Termin für ein Kennenlerngespräch. In diesem kostenlosen, ca. 10-minütigen Telefonat klären wir dann gemeinsam Ihr Anliegen, offene Fragen und das weitere Vorgehen.
Erstgespräch
Passt es für uns beide, vereinbaren wir das eigentliche Erstgespräch. Jetzt nehmen wir uns Zeit: Sie erzählen, was Sie bewegt und was Sie sich von einer Therapie erhoffen. Es gibt keine falschen Antworten und keinen Druck. In der Regel nehmen wir uns dafür bis zu drei Sitzungen. Auch die Frage, ob sich die Zusammenarbeit stimmig anfühlt, gehört hierher.
Probatorik, Diagnostik & Therapieziele
In bis zu vier probatorischen Sitzungen geht es darum, Ihr Anliegen wirklich zu verstehen: Ihre aktuelle Situation, den Hintergrund, Ihre Lebensgeschichte. Ergänzend setze ich testdiagnostische Verfahren ein. Gemeinsam klären wir, ob und in welcher Form eine Therapie sinnvoll ist und welche Ziele Sie sich wünschen.
Therapiephase
Jetzt beginnt die eigentliche therapeutische Arbeit, individuell auf Sie abgestimmt. Sie gewinnen Klarheit über Zusammenhänge und Muster, lernen neue Strategien kennen und entwickeln Schritt für Schritt einen anderen Umgang mit sich selbst, Ihrem Problem und Ihrem Alltag. Bei Burnout gehört dazu z.B. die Arbeit an inneren Antreibern und Ansprüchen sowie der Aufbau echter Erholung.
Stabilisierung & Abschluss
Eine Therapie endet nicht abrupt. In den letzten Sitzungen blicken wir zurück: Was hat sich verändert? Was haben Sie über sich gelernt? Welche Werkzeuge nehmen Sie mit? Wir besprechen, wie Sie das Erreichte im Alltag verankern und künftigen Herausforderungen begegnen, auch um Rückfällen vorzubeugen.
Sophia von Krauß
- M.Sc. Psychologin mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie, Neuropsychologie und Wirtschaftspsychologie
- Approbierte Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
- Eingetragen im Arztregister der KV Hamburg
- Mehrjährige klinische Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit im ambulanten, teilstationären und vollstationären Setting
Abrechnung & Kosten
Die Therapie wird nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) abgerechnet. Je nach Versicherungsstatus gibt es verschiedene Abrechnungswege.
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Privatversicherung (PKV)
Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten einer Psychotherapie je nach Tarif ganz oder anteilig. Den Umfang klären Sie am besten vorab mit Ihrer Versicherung.
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Beihilfe
Beamtinnen und Beamte rechnen über die Beihilfe ab, ergänzt durch die private Restkostenversicherung. Die Vorgaben klären Sie am besten vorab mit der Beihilfe ab.
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Heilfürsorge
Angehörige von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr können Psychotherapie über die Heilfürsorge abrechnen. Besprechen Sie die Vorgaben hierfür bitte mit der Heilfürsorge.
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Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV)
Gesetzlich Versicherte können die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen, wenn zeitnah kein Platz in einer Kassenpraxis verfügbar ist. Wichtig: Alle Termine vor der Genehmigung müssen als Selbstzahler gezahlt werden, eine rückwirkende Übernahme ist nicht möglich.
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Selbstzahler
Sie können die Therapie unabhängig von Ihrer Versicherung selbst zahlen, transparent nach GOP, ohne Antrag und ohne Meldung an Ihre Krankenkasse.
Lassen Sie uns sprechen, bevor nichts mehr geht
Wenn Erholung nicht mehr erholt, ist es Zeit, genauer hinzuschauen. Im Kennenlerngespräch klären wir in Ruhe, ob eine Therapie bei mir zu Ihnen passt, in Hamburg oder online.
Häufige Fragen zu Burnout
Burnout oder Depression: Wie erkenne ich den Unterschied?
Burnout und Depression überlappen sich stark und die Unterscheidung ist selbst für Fachleute nicht immer einfach. Als grobe Orientierung: Ein Burnout ist eng an den Arbeitskontext gebunden; die Erschöpfung bessert sich anfangs noch in längeren freien Phasen und die innere Distanz richtet sich vor allem gegen den Job. Eine Depression erfasst dagegen alle Lebensbereiche, mit gedrückter Stimmung, Interessenverlust und oft auch Selbstzweifeln, unabhängig davon, ob Sie arbeiten oder frei haben. Aus einem unbehandelten Burnout kann sich eine Erschöpfungsdepression entwickeln, dann verschwimmen die Bilder.
Hilft Psychotherapie bei Burnout?
Zur Behandlung von Burnout ist die kognitive Verhaltenstherapie ein gut untersuchtes Verfahren: In der Mehrheit der Studien führt sie zu einer Verbesserung der emotionalen Erschöpfung, zu diesem Ergebnis kommt auch der deutsche HTA-Bericht zur Burnout-Therapie. In der Therapie arbeiten wir berufsbezogen: an den äußeren Belastungen und dem Verhältnis von Verausgabung und Anerkennung in Ihrem Job und an den inneren Mustern, die Sie antreiben, etwa hohen Ansprüchen an sich selbst oder der Schwierigkeit, Grenzen zu setzen. Dazu gehört auch, echte Erholung wieder aufzubauen und Warnsignale früher zu erkennen. Wie eine Therapie im Einzelfall verläuft, ist individuell verschieden.
Wie lange dauert eine Therapie bei Burnout?
Wie lange eine Therapie bei Burnout dauert, ist sehr individuell: Die Dauer hängt von Ihrem Anliegen, dem Schweregrad und dem Verlauf ab. Zur groben Orientierung: Eine Kurzzeittherapie umfasst in der Regel 12 bis 24 Sitzungen, eine Langzeittherapie kann 60 Sitzungen und mehr umfassen. Die Sitzungen finden meist einmal pro Woche statt und dauern 50 Minuten.
Was kostet eine Therapie bei Burnout?
Die Kosten einer Therapie bei Burnout richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), der bundesweit einheitlichen Grundlage für privat abgerechnete Psychotherapie. Ob und in welchem Umfang Sie die Kosten selbst tragen, hängt von Ihrem Versicherungsstatus ab: Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten je nach Tarif ganz oder anteilig, Heilfürsorgeberechtigte rechnen über ihre Dienststelle ab und gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen. Es ist wichtig zu wissen, dass alle Termine vor der Genehmigung als Selbstzahler gezahlt werden müssen und eine rückwirkende Übernahme nicht möglich ist. Als Selbstzahler erhalten Sie eine transparente Rechnung nach GOP. Welche Kosten in Ihrem Fall konkret entstehen, bespreche ich mit Ihnen vor Beginn der Therapie.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Therapie?
Als Privatpraxis rechne ich nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab, gesetzlich Versicherte können aber über das Kostenerstattungsverfahren nach §13 Abs. 3 SGB V eine Kostenübernahme beantragen. Es greift, wenn Sie nachweislich zeitnah keinen Therapieplatz in einer Kassenpraxis finden. Dafür dokumentieren Sie Ihre Platzsuche, lassen sich die Notwendigkeit der Behandlung bestätigen und stellen vor Therapiebeginn einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse. Die Entscheidung liegt bei der Kasse, eine Garantie gibt es nicht, viele Anträge sind aber erfolgreich, wenn die Unterlagen vollständig sind. Ich unterstütze Sie mit den nötigen Dokumenten und meiner Erfahrung aus früheren Anträgen.
Kann ich die Therapie bei Burnout auch online machen?
Ja, eine Therapie bei Burnout ist bei mir auch vollständig online per Video möglich, bundesweit und mit denselben Inhalten wie vor Ort in Hamburg. Videobasierte Psychotherapie ist inzwischen gut untersucht und kann eine sinnvolle Alternative sein, wenn der Weg in die Praxis zu weit ist, Sie beruflich stark eingebunden sind oder es Ihnen gerade schwerfällt, das Haus zu verlassen. Manche Menschen bevorzugen dennoch das persönliche Gespräch vor Ort, beides lässt sich auch kombinieren, etwa das Erstgespräch in der Praxis und die laufenden Sitzungen online. Technisch brauchen Sie nur ein Gerät mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und einen ungestörten Raum. Ich nutze einen datenschutzkonformen Videodienst.
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