Was ist eine Insomnie?
Die Insomnie ist die häufigste Schlafstörung: Betroffene leiden über mindestens einen Monat an Ein- oder Durchschlafstörungen oder frühmorgendlichem Erwachen und der schlechte Schlaf beeinträchtigt spürbar die Leistungsfähigkeit oder das Wohlbefinden am Tag.
Schlafprobleme kennen die meisten Menschen; von einer Insomnie spricht man erst, wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten und den Tag beeinträchtigen. Schätzungen der europäischen Leitlinie zufolge ist etwa jede zehnte erwachsene Person von einer chronischen Insomnie betroffen. Häufig bestehen daneben weitere körperliche oder psychische Erkrankungen.
Eine Insomnie entsteht oft aus einem Zusammenspiel von Belastungen, ungünstigen Schlafgewohnheiten und der wachsenden Sorge um den Schlaf selbst: Je mehr Sie sich anstrengen zu schlafen, desto wacher werden Sie. Genau an diesem Kreislauf setzt die Behandlung an.
Quellen: S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen, Version 2.0 (2025) European Insomnia Guideline (2023) Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
Anzeichen und Symptome einer Insomnie
Gelegentliche schlechte Nächte gehören zum Leben. Von einer Insomnie spricht man erst, wenn Schlafprobleme über Wochen bestehen und die Tage chronisch beeinträchtigen. Die folgenden Anzeichen dienen der ersten Orientierung; sie ersetzen keine sorgfältige Diagnostik. Auch körperliche Ursachen wie nächtliche Atemaussetzer sollten ärztlich abgeklärt werden.
Einschlafprobleme
Todmüde und kaum liegen Sie, ist der Kopf hellwach. Sie rechnen aus, wie wenig Schlaf jetzt noch bleibt.Durchschlafprobleme
Mitten in der Nacht sind Sie wach und finden nicht mehr zurück. Gefühlt jede Stunde sehen Sie auf die Uhr.Frühes Erwachen
Lange vor dem Wecker sind Sie wach und an Weiterschlafen ist nicht mehr zu denken.Grübeln im Bett
Kaum liegt der Kopf auf dem Kissen, startet das Gedankenkarussell: der gestrige und der morgige Tag oder der Schlaf selbst.Sorge um den Schlaf
Schon nachmittags denken Sie mit Bauchschmerzen an die Nacht. Das Bett ist zum Stressort geworden.Erschöpfung am Tag
Sie starten wie gerädert in den Tag und schleppen sich von Kaffee zu Kaffee.Konzentrationsprobleme
Unausgeschlafen wird Denken zäh: Fehler häufen sich, alles kostet mehr Kraft.Reizbarkeit
Nach schlechten Nächten liegen die Nerven blank, Kleinigkeiten bringen Sie aus der Fassung.Wenden Sie sich in akuten Krisen bitte an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111), kostenlos und anonym, rund um die Uhr, oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (116117), in akuten Notfällen an den Notruf (112). Ein Gespräch bei mir ersetzt kein psychiatrisches Notfallsetting.
Wie läuft eine Therapie bei Schlafstörungen ab?
Ich arbeite evidenzbasiert nach den aktuellen psychotherapeutischen Leitlinien. Die Sitzungen finden vor Ort in Hamburg oder online per Video bundesweit statt, in der Regel einmal pro Woche (50 Minuten).
Kostenloses Kennenlerngespräch
Sie buchen über das Buchungstool auf meiner Website einen Termin für ein Kennenlerngespräch. In diesem kostenlosen, ca. 10-minütigen Telefonat klären wir dann gemeinsam Ihr Anliegen, offene Fragen und das weitere Vorgehen.
Erstgespräch
Passt es für uns beide, vereinbaren wir das eigentliche Erstgespräch. Jetzt nehmen wir uns Zeit: Sie erzählen, was Sie bewegt und was Sie sich von einer Therapie erhoffen. Es gibt keine falschen Antworten und keinen Druck. In der Regel nehmen wir uns dafür bis zu drei Sitzungen. Auch die Frage, ob sich die Zusammenarbeit stimmig anfühlt, gehört hierher.
Probatorik, Diagnostik & Therapieziele
In bis zu vier probatorischen Sitzungen geht es darum, Ihr Anliegen wirklich zu verstehen: Ihre aktuelle Situation, den Hintergrund, Ihre Lebensgeschichte. Ergänzend setze ich testdiagnostische Verfahren ein. Gemeinsam klären wir, ob und in welcher Form eine Therapie sinnvoll ist und welche Ziele Sie sich wünschen.
Therapiephase
Jetzt beginnt die eigentliche therapeutische Arbeit, individuell auf Sie abgestimmt. Sie gewinnen Klarheit über Zusammenhänge und Muster, lernen neue Strategien kennen und entwickeln Schritt für Schritt einen anderen Umgang mit sich selbst, Ihrem Problem und Ihrem Alltag. Bei Schlafstörungen nutzen wir die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I), etwa mit strukturierten Schlafzeiten und der Arbeit am nächtlichen Grübeln.
Stabilisierung & Abschluss
Eine Therapie endet nicht abrupt. In den letzten Sitzungen blicken wir zurück: Was hat sich verändert? Was haben Sie über sich gelernt? Welche Werkzeuge nehmen Sie mit? Wir besprechen, wie Sie das Erreichte im Alltag verankern und künftigen Herausforderungen begegnen, auch um Rückfällen vorzubeugen.
Sophia von Krauß
- M.Sc. Psychologin mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie, Neuropsychologie und Wirtschaftspsychologie
- Approbierte Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
- Eingetragen im Arztregister der KV Hamburg
- Mehrjährige klinische Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit im ambulanten, teilstationären und vollstationären Setting
Abrechnung & Kosten
Die Therapie wird nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) abgerechnet. Je nach Versicherungsstatus gibt es verschiedene Abrechnungswege.
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Privatversicherung (PKV)
Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten einer Psychotherapie je nach Tarif ganz oder anteilig. Den Umfang klären Sie am besten vorab mit Ihrer Versicherung.
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Beihilfe
Beamtinnen und Beamte rechnen über die Beihilfe ab, ergänzt durch die private Restkostenversicherung. Die Vorgaben klären Sie am besten vorab mit der Beihilfe ab.
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Heilfürsorge
Angehörige von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr können Psychotherapie über die Heilfürsorge abrechnen. Besprechen Sie die Vorgaben hierfür bitte mit der Heilfürsorge.
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Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV)
Gesetzlich Versicherte können die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen, wenn zeitnah kein Platz in einer Kassenpraxis verfügbar ist. Wichtig: Alle Termine vor der Genehmigung müssen als Selbstzahler gezahlt werden, eine rückwirkende Übernahme ist nicht möglich.
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Selbstzahler
Sie können die Therapie unabhängig von Ihrer Versicherung selbst zahlen, transparent nach GOP, ohne Antrag und ohne Meldung an Ihre Krankenkasse.
Lassen Sie uns über Ihre Nächte reden
Wenn schlechte Nächte Ihren Alltag bestimmen, lohnt sich ein Gespräch. Im Kennenlerngespräch klären wir in Ruhe, ob eine Therapie bei mir zu Ihnen passt, in Hamburg oder online.
Häufige Fragen zu Schlafstörungen
Woran erkenne ich, ob ich eine Insomnie habe?
Von einer Insomnie spricht man, wenn Sie über mindestens einen Monat an Ein- oder Durchschlafstörungen oder frühmorgendlichem Erwachen leiden und der schlechte Schlaf Ihren Tag spürbar beeinträchtigt, etwa durch Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Reizbarkeit. Entscheidend ist also nicht die einzelne schlechte Nacht, sondern das Muster über Wochen und die Folgen am Tag. Typisch ist auch die wachsende Sorge um den Schlaf selbst, die das Einschlafen zusätzlich erschwert. Wichtig: Auch körperliche Ursachen wie nächtliche Atemaussetzer oder Schilddrüsenprobleme können hinter Schlafproblemen stecken und sollten ärztlich abgeklärt werden. Ob eine Insomnie vorliegt, klären wir in einem sorgfältigen diagnostischen Gespräch.
Hilft Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen?
Die Wirksamkeit ist gut untersucht: Die S3-Leitlinie Insomnie empfiehlt die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) als erste Behandlungsoption für alle Patientinnen und Patienten, noch vor einer medikamentösen Behandlung. Die KVT-I ist eine auf den Schlaf fokussierte Therapie: Dazu gehören strukturierte Bettzeiten, ein neuer Umgang mit dem Bett als Schlafort, Entspannungsverfahren und die Arbeit an nächtlichem Grübeln und den Sorgen um den Schlaf. Wie schnell sich Ihr Schlaf verändert, ist individuell verschieden.
Wie lange dauert eine Therapie bei Schlafstörungen?
Wie lange eine Therapie bei Schlafstörungen dauert, ist sehr individuell: Die Dauer hängt von Ihrem Anliegen, dem Schweregrad und dem Verlauf ab. Zur groben Orientierung: Die schlaffokussierte Behandlung (KVT-I) kommt oft schon mit wenigen Sitzungen aus; bestehen daneben weitere Belastungen, kann eine längere Therapie sinnvoll sein. Die Sitzungen finden meist einmal pro Woche statt und dauern 50 Minuten.
Was kostet eine Therapie bei Schlafstörungen?
Die Kosten einer Therapie bei Schlafstörungen richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), der bundesweit einheitlichen Grundlage für privat abgerechnete Psychotherapie. Ob und in welchem Umfang Sie die Kosten selbst tragen, hängt von Ihrem Versicherungsstatus ab: Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten je nach Tarif ganz oder anteilig, Heilfürsorgeberechtigte rechnen über ihre Dienststelle ab und gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen. Es ist wichtig zu wissen, dass alle Termine vor der Genehmigung als Selbstzahler gezahlt werden müssen und eine rückwirkende Übernahme nicht möglich ist. Als Selbstzahler erhalten Sie eine transparente Rechnung nach GOP. Welche Kosten in Ihrem Fall konkret entstehen, bespreche ich mit Ihnen vor Beginn der Therapie.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Therapie?
Als Privatpraxis rechne ich nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab, gesetzlich Versicherte können aber über das Kostenerstattungsverfahren nach §13 Abs. 3 SGB V eine Kostenübernahme beantragen. Es greift, wenn Sie nachweislich zeitnah keinen Therapieplatz in einer Kassenpraxis finden. Dafür dokumentieren Sie Ihre Platzsuche, lassen sich die Notwendigkeit der Behandlung bestätigen und stellen vor Therapiebeginn einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse. Die Entscheidung liegt bei der Kasse, eine Garantie gibt es nicht, viele Anträge sind aber erfolgreich, wenn die Unterlagen vollständig sind. Ich unterstütze Sie mit den nötigen Dokumenten und meiner Erfahrung aus früheren Anträgen.
Kann ich die Therapie bei Schlafstörungen auch online machen?
Ja, eine Therapie bei Schlafstörungen ist bei mir auch vollständig online per Video möglich, bundesweit und mit denselben Inhalten wie vor Ort in Hamburg. Videobasierte Psychotherapie ist inzwischen gut untersucht und kann eine sinnvolle Alternative sein, wenn der Weg in die Praxis zu weit ist, Sie beruflich stark eingebunden sind oder es Ihnen gerade schwerfällt, das Haus zu verlassen. Manche Menschen bevorzugen dennoch das persönliche Gespräch vor Ort, beides lässt sich auch kombinieren, etwa das Erstgespräch in der Praxis und die laufenden Sitzungen online. Technisch brauchen Sie nur ein Gerät mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und einen ungestörten Raum. Ich nutze einen datenschutzkonformen Videodienst.
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