Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?
Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine mögliche Folge eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse: Das Erlebte drängt sich in Erinnerungen, Albträumen oder Flashbacks immer wieder auf, begleitet von anhaltender Anspannung und der Vermeidung von allem, was daran erinnert.
Die meisten Menschen erleben im Laufe ihres Lebens mindestens ein potenziell traumatisches Ereignis, weltweit sind es rund 70 Prozent. Nur ein Teil entwickelt danach eine PTBS. Eine PTBS ist keine Frage von Stärke, sondern eine verständliche Reaktion auf extreme Erfahrungen, die sich verfestigt hat.
Die PTBS-Symptome beginnen meist ein paar Monate nach dem Ereignis. Ob eine PTBS entsteht, hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Art und Dauer der Erlebnisse, früheren Belastungen und der Unterstützung nach dem Ereignis.
Quellen: S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung, Version 7.0 (2026) APA Clinical Practice Guideline for the Treatment of PTSD (2025) WFSBP Guidelines OCD and PTSD, Version 3 (2023)
Anzeichen und Symptome einer PTBS
Nach einem traumatischen Erlebnis sind entsprechende Reaktionen zunächst normal und klingen oft von selbst ab. Bleiben sie über Wochen bestehen oder werden stärker, kann eine PTBS dahinterstehen. Die folgenden Anzeichen dienen der ersten Orientierung; sie ersetzen keine sorgfältige Diagnostik. Ob tatsächlich eine PTBS vorliegt, lässt sich nur in einem therapeutischen Gespräch fachlich klären.
Wiedererleben
Ein Geräusch, ein Geruch und plötzlich sind Sie wieder mittendrin, als passiere es gerade noch einmal.Albträume
Nachts holt Sie das Erlebte ein. Sie schrecken hoch, das Herz rast. Sie fürchten sich schon vor dem Einschlafen.Vermeidung
Orte, Gespräche, Nachrichten, die erinnern könnten: Sie gehen ihnen aus dem Weg, oft ohne es zu merken.Ständige Alarmbereitschaft
Ihr Körper bleibt in Habachtstellung. Beim kleinsten Geräusch zucken Sie zusammen.Emotionale Taubheit
Zwischen Ihnen und der Welt liegt eine Glasscheibe. Freude und Nähe fühlen sich weit weg an.Schuld & Scham
„Hätte ich nur anders reagiert." Der Gedanke kreist, obwohl Sie nichts dafür konnten.Schlafprobleme
Ein- und Durchschlafen fällt schwer. Tagsüber sind Sie wie gerädert.Reizbarkeit
Die Anspannung sitzt so tief, dass Sie schneller gereizt sind, als Sie es von sich kennen.Wenden Sie sich in akuten Krisen bitte an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111), kostenlos und anonym, rund um die Uhr, oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (116117), in akuten Notfällen an den Notruf (112). Ein Gespräch bei mir ersetzt kein psychiatrisches Notfallsetting.
Wie läuft eine Traumatherapie ab?
Ich arbeite evidenzbasiert nach den aktuellen psychotherapeutischen Leitlinien. Die Sitzungen finden vor Ort in Hamburg oder online per Video bundesweit statt, in der Regel einmal pro Woche (50 Minuten).
Kostenloses Kennenlerngespräch
Sie buchen über das Buchungstool auf meiner Website einen Termin für ein Kennenlerngespräch. In diesem kostenlosen, ca. 10-minütigen Telefonat klären wir dann gemeinsam Ihr Anliegen, offene Fragen und das weitere Vorgehen.
Erstgespräch
Passt es für uns beide, vereinbaren wir das eigentliche Erstgespräch. Jetzt nehmen wir uns Zeit: Sie erzählen, was Sie bewegt und was Sie sich von einer Therapie erhoffen. Es gibt keine falschen Antworten und keinen Druck. In der Regel nehmen wir uns dafür bis zu drei Sitzungen. Auch die Frage, ob sich die Zusammenarbeit stimmig anfühlt, gehört hierher.
Probatorik, Diagnostik & Therapieziele
In bis zu vier probatorischen Sitzungen geht es darum, Ihr Anliegen wirklich zu verstehen: Ihre aktuelle Situation, den Hintergrund, Ihre Lebensgeschichte. Ergänzend setze ich testdiagnostische Verfahren ein. Gemeinsam klären wir, ob und in welcher Form eine Therapie sinnvoll ist und welche Ziele Sie sich wünschen.
Therapiephase
Jetzt beginnt die eigentliche therapeutische Arbeit, individuell auf Sie abgestimmt. Sie gewinnen Klarheit über Zusammenhänge und Muster, lernen neue Strategien kennen und entwickeln Schritt für Schritt einen anderen Umgang mit sich selbst, Ihrem Problem und Ihrem Alltag. Bei einer PTBS arbeiten wir stabilisierend und traumafokussiert: Das Erlebte wird in einem sicheren Rahmen und gut vorbereitet bearbeitet, in Ihrem Tempo.
Stabilisierung & Abschluss
Eine Therapie endet nicht abrupt. In den letzten Sitzungen blicken wir zurück: Was hat sich verändert? Was haben Sie über sich gelernt? Welche Werkzeuge nehmen Sie mit? Wir besprechen, wie Sie das Erreichte im Alltag verankern und künftigen Herausforderungen begegnen, auch um Rückfällen vorzubeugen.
Sophia von Krauß
- M.Sc. Psychologin mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie, Neuropsychologie und Wirtschaftspsychologie
- Approbierte Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
- Eingetragen im Arztregister der KV Hamburg
- Mehrjährige klinische Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit im ambulanten, teilstationären und vollstationären Setting
Abrechnung & Kosten
Die Therapie wird nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) abgerechnet. Je nach Versicherungsstatus gibt es verschiedene Abrechnungswege.
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Privatversicherung (PKV)
Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten einer Psychotherapie je nach Tarif ganz oder anteilig. Den Umfang klären Sie am besten vorab mit Ihrer Versicherung.
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Beihilfe
Beamtinnen und Beamte rechnen über die Beihilfe ab, ergänzt durch die private Restkostenversicherung. Die Vorgaben klären Sie am besten vorab mit der Beihilfe ab.
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Heilfürsorge
Angehörige von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr können Psychotherapie über die Heilfürsorge abrechnen. Besprechen Sie die Vorgaben hierfür bitte mit der Heilfürsorge.
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Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV)
Gesetzlich Versicherte können die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen, wenn zeitnah kein Platz in einer Kassenpraxis verfügbar ist. Wichtig: Alle Termine vor der Genehmigung müssen als Selbstzahler gezahlt werden, eine rückwirkende Übernahme ist nicht möglich.
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Selbstzahler
Sie können die Therapie unabhängig von Ihrer Versicherung selbst zahlen, transparent nach GOP, ohne Antrag und ohne Meldung an Ihre Krankenkasse.
In Ihrem Tempo, in sicherem Rahmen
Über das Erlebte zu sprechen braucht Vertrauen und den richtigen Zeitpunkt. Im Kennenlerngespräch klären wir behutsam, ob eine Therapie bei mir zu Ihnen passt, in Hamburg oder online.
Häufige Fragen zu Trauma und PTBS
Woran erkenne ich eine Posttraumatische Belastungsstörung?
Eine Posttraumatische Belastungsstörung erkennen Sie vor allem an drei Merkmalen nach einem belastenden Ereignis: Das Erlebte drängt sich ungewollt auf, in Erinnerungen, Albträumen oder Flashbacks. Sie vermeiden Orte, Menschen oder Gespräche, die daran erinnern könnten. Und Ihr Körper bleibt in Alarmbereitschaft, mit Schreckhaftigkeit, Schlafproblemen und Anspannung. Wichtig zu wissen: In den ersten Wochen nach einem Trauma sind solche Reaktionen normal und klingen oft von selbst ab. Bleiben sie länger bestehen oder beginnen erst verzögert, lohnt sich eine fachliche Abklärung. Ob tatsächlich eine PTBS vorliegt, lässt sich nur in einem sorgfältigen diagnostischen Gespräch feststellen. Im Kennenlerngespräch nehme ich mir dafür Zeit.
Hilft Psychotherapie bei einer PTBS?
Die Wirksamkeit von Psychotherapie bei PTBS ist wissenschaftlich gut untersucht: Die S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung empfiehlt als Behandlung primär eine traumafokussierte Psychotherapie. Das bedeutet, dass die Erinnerung an das Erlebte gezielt bearbeitet wird, allerdings erst dann, wenn ausreichend Stabilität und Vertrauen aufgebaut sind. Wir bereiten jeden Schritt gemeinsam vor und Sie behalten dabei die Kontrolle über Tempo und Tiefe. Ziel ist, dass die Erinnerung ihren überwältigenden Charakter verlieren kann und wieder Platz für die Gegenwart entsteht. Wie eine Therapie im Einzelfall verläuft, ist individuell verschieden und hängt von Art und Umfang der Erlebnisse ab.
Wie lange dauert eine Therapie bei einer PTBS?
Wie lange eine Therapie bei einer PTBS dauert, ist sehr individuell: Die Dauer hängt von Ihrem Anliegen, dem Schweregrad und dem Verlauf ab. Zur groben Orientierung: Eine Langzeittherapie kann 60 Sitzungen und mehr umfassen. Die Sitzungen finden meist einmal pro Woche statt und dauern 50 Minuten.
Was kostet eine Therapie bei einer PTBS?
Die Kosten einer Therapie bei einer PTBS richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), der bundesweit einheitlichen Grundlage für privat abgerechnete Psychotherapie. Ob und in welchem Umfang Sie die Kosten selbst tragen, hängt von Ihrem Versicherungsstatus ab: Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten je nach Tarif ganz oder anteilig, Heilfürsorgeberechtigte rechnen über ihre Dienststelle ab und gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen. Es ist wichtig zu wissen, dass alle Termine vor der Genehmigung als Selbstzahler gezahlt werden müssen und eine rückwirkende Übernahme nicht möglich ist. Als Selbstzahler erhalten Sie eine transparente Rechnung nach GOP. Welche Kosten in Ihrem Fall konkret entstehen, bespreche ich mit Ihnen vor Beginn der Therapie.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Therapie?
Als Privatpraxis rechne ich nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab, gesetzlich Versicherte können aber über das Kostenerstattungsverfahren nach §13 Abs. 3 SGB V eine Kostenübernahme beantragen. Es greift, wenn Sie nachweislich zeitnah keinen Therapieplatz in einer Kassenpraxis finden. Dafür dokumentieren Sie Ihre Platzsuche, lassen sich die Notwendigkeit der Behandlung bestätigen und stellen vor Therapiebeginn einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse. Die Entscheidung liegt bei der Kasse, eine Garantie gibt es nicht, viele Anträge sind aber erfolgreich, wenn die Unterlagen vollständig sind. Ich unterstütze Sie mit den nötigen Dokumenten und meiner Erfahrung aus früheren Anträgen.
Kann ich die Therapie bei einer PTBS auch online machen?
Bei einer PTBS empfehle ich die Behandlung vor Ort in Hamburg. Gerade in der Traumatherapie schafft die persönliche Begegnung ein besonders sicheres, tragfähiges Gegenüber und das ist für die Arbeit an belastenden Erinnerungen wichtig. Online per Video ist grundsätzlich möglich, ob es im Einzelfall sinnvoll und sicher ist, schauen wir auf Ihren Wunsch gemeinsam.
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