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Psychotherapie Hamburg

Psychotherapie bei Spezifischen Phobien in Hamburg

Ob Fliegen, Höhe, Spritzen oder Spinnen, wenn eine bestimmte Angst Ihr Leben einengt, lässt sich das gut behandeln. Ich begleite Sie mit Verhaltenstherapie, in Hamburg oder online.

Junge Frau mit geschlossenen Augen angespannt am Flugzeugfenster, Flugangst als spezifische Phobie.
Definition

Was ist eine spezifische Phobie?

Eine spezifische Phobie ist eine ausgeprägte, anhaltende Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation, etwa vor Fliegen, Höhen, Spritzen oder Tieren. Dabei fällt die Angst deutlich stärker aus, als es die tatsächliche Gefahr rechtfertigt und führt dazu, dass das Gefürchtete zunehmend gemieden wird. Dies führt meist zu starken Einschränkungen im Alltag.

Spezifische Phobien gehören zu den häufigsten Angststörungen überhaupt: Nach der Studie DEGS1-MH des Robert-Koch-Instituts ist in Deutschland innerhalb eines Jahres rund jede zehnte erwachsene Person von einer spezifischen Phobie betroffen. Damit sind sie die häufigste einzelne Angststörung. Die Angst beginnt oft schon in der Kindheit oder Jugend.

Man unterscheidet mehrere Formen: Ängste vor Tieren (etwa Spinnen, Hunden, Schlangen, Insekten oder Mäusen), vor Umweltreizen (Höhen, Gewitter, tiefes Wasser oder Dunkelheit), vor bestimmten Situationen (Fliegen, enge Räume, Aufzüge, Tunnel oder Autofahren) sowie vor Blut, Spritzen, Verletzungen und medizinischen Eingriffen. Dazu kommen weitere Formen wie die Angst vor dem Erbrechen, vor dem Zahnarztbesuch oder vor dem Ersticken.

Quellen: S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (2021) WFSBP Guidelines Anxiety Disorders, Version 3 (2023) DEGS1-MH, Psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung, Jacobi et al., Der Nervenarzt (2014)

Formen

Häufige spezifische Phobien

Spezifische Phobien richten sich bei verschiedenen Menschen auf unterschiedliche Auslöser, das Muster ist aber ähnlich: intensive Angst, körperlicher Alarm und das dringende Bedürfnis, dem Gefürchteten auszuweichen. Die folgenden Formen sind besonders häufig. Ob eine spezifische Phobie vorliegt, lässt sich nur in einem therapeutischen Gespräch fachlich klären.

Flugangst

Schon beim Buchen zieht sich der Magen zusammen. Am Gate suchen Sie die Gesichter der Crew ab und beim kleinsten Wackeln krallen Sie sich in die Armlehne.

Höhenangst

Ein Blick vom Balkon reicht und die Beine werden weich. Sie halten Abstand zur Kante, obwohl der Verstand weiß, dass nichts passiert.

Angst vor Spritzen & Blut

Schon der Gedanke an die Nadel und Ihnen wird flau und schwindelig. Bei der Blutabnahme sind manche kurz davor, wegzukippen.

Angst vor Tieren

Eine Spinne an der Wand und der Abend ist gelaufen. Sie betreten den Raum erst wieder, wenn jemand sie entfernt hat.

Angst vor engen Räumen

Im vollen Aufzug oder im Tunnel wird die Luft knapp. Sie suchen sofort den Ausgang und nehmen lieber die Treppe.

Angst vor der Zahnbehandlung

Der Termin steht seit Monaten aus. Schon das Geräusch des Bohrers im Wartezimmer treibt Ihnen den Schweiß auf die Stirn.

Angst vor dem Erbrechen

Ein Magen-Darm-Infekt im Umfeld und Sie meiden Essen, Orte, Menschen. Die Angst, sich zu übergeben, lenkt heimlich vieles.

Angst vorm Autofahren

Seit der einen Situation auf der Autobahn meiden Sie Brücken, Tunnel, die linke Spur. Umwege gehören inzwischen zum Alltag.
Ablauf einer Therapie

Wie läuft eine Therapie bei einer spezifischen Phobie ab?

Ich arbeite evidenzbasiert nach den aktuellen psychotherapeutischen Leitlinien. Die Sitzungen finden vor Ort in Hamburg oder online per Video bundesweit statt, in der Regel einmal pro Woche (50 Minuten).

Kostenloses Kennenlerngespräch

Sie buchen über das Buchungstool auf meiner Website einen Termin für ein Kennenlerngespräch. In diesem kostenlosen, ca. 10-minütigen Telefonat klären wir dann gemeinsam Ihr Anliegen, offene Fragen und das weitere Vorgehen.

Erstgespräch

Passt es für uns beide, vereinbaren wir das eigentliche Erstgespräch. Jetzt nehmen wir uns Zeit: Sie erzählen, was Sie bewegt und was Sie sich von einer Therapie erhoffen. Es gibt keine falschen Antworten und keinen Druck. In der Regel nehmen wir uns dafür bis zu drei Sitzungen. Auch die Frage, ob sich die Zusammenarbeit stimmig anfühlt, gehört hierher.

Probatorik, Diagnostik & Therapieziele

In bis zu vier probatorischen Sitzungen geht es darum, Ihr Anliegen wirklich zu verstehen: Ihre aktuelle Situation, den Hintergrund, Ihre Lebensgeschichte. Ergänzend setze ich testdiagnostische Verfahren ein. Gemeinsam klären wir, ob und in welcher Form eine Therapie sinnvoll ist und welche Ziele Sie sich wünschen.

Therapiephase

Jetzt beginnt die eigentliche therapeutische Arbeit, individuell auf Sie abgestimmt. Sie gewinnen Klarheit über den Teufelskreis der Angst und lernen neue Strategien kennen. Bei einer spezifischen Phobie arbeiten wir vor allem mit Exposition: Sie nähern sich dem Gefürchteten Schritt für Schritt, in Ihrem Tempo.

Stabilisierung & Abschluss

Eine Therapie endet nicht abrupt. In den letzten Sitzungen blicken wir zurück: Was hat sich verändert? Was haben Sie über sich gelernt? Welche Werkzeuge nehmen Sie mit? Wir besprechen, wie Sie das Erreichte im Alltag verankern und künftigen Herausforderungen begegnen, auch um Rückfällen vorzubeugen.

Über mich

Sophia von Krauß

  • M.Sc. Psychologin mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie, Neuropsychologie und Wirtschaftspsychologie
  • Approbierte Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
  • Eingetragen im Arztregister der KV Hamburg
  • Mehrjährige klinische Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit im ambulanten, teilstationären und vollstationären Setting
Lernen Sie mich kennen
Kosten & Abrechnung

Abrechnung & Kosten

Die Therapie wird nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) abgerechnet. Je nach Versicherungsstatus gibt es verschiedene Abrechnungswege.

  • Privatversicherung (PKV)

    Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten einer Psychotherapie je nach Tarif ganz oder anteilig. Den Umfang klären Sie am besten vorab mit Ihrer Versicherung.

  • Beihilfe

    Beamtinnen und Beamte rechnen über die Beihilfe ab, ergänzt durch die private Restkostenversicherung. Die Vorgaben klären Sie am besten vorab mit der Beihilfe ab.

  • Heilfürsorge

    Angehörige von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr können Psychotherapie über die Heilfürsorge abrechnen. Besprechen Sie die Vorgaben hierfür bitte mit der Heilfürsorge.

  • Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV)

    Gesetzlich Versicherte können die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen, wenn zeitnah kein Platz in einer Kassenpraxis verfügbar ist. Wichtig: Alle Termine vor der Genehmigung müssen als Selbstzahler gezahlt werden, eine rückwirkende Übernahme ist nicht möglich.

  • Selbstzahler

    Sie können die Therapie unabhängig von Ihrer Versicherung selbst zahlen, transparent nach GOP, ohne Antrag und ohne Meldung an Ihre Krankenkasse.

Kontakt aufnehmen

Sie müssen der Angst nicht ausweichen

Wenn eine bestimmte Angst Ihren Alltag einengt, lohnt sich ein Gespräch. Im Kennenlerngespräch klären wir in Ruhe, ob eine Therapie bei mir zu Ihnen passt, in Hamburg oder online.

FAQ

Häufige Fragen zu spezifischen Phobien

Woran erkenne ich eine spezifische Phobie?

Eine spezifische Phobie erkennen Sie daran, dass ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Situation, etwa Fliegen, Höhen, Spritzen oder Tiere, zuverlässig starke Angst auslöst und zwar deutlich stärker, als die tatsächliche Gefahr es hergibt. Typisch ist, dass Sie das Gefürchtete meiden oder nur unter großer Anspannung aushalten und dass schon die Vorstellung Angst macht. Es entstehen Leidensdruck und Einschränkung: Sie planen Termine, Wege oder Aktivitäten wegen der Angst stark um. Ob eine spezifische Phobie vorliegt, klären wir in einem sorgfältigen diagnostischen Gespräch.

Hilft Verhaltenstherapie bei einer spezifischen Phobie?

Ja und die Wirksamkeit ist hier besonders gut belegt: Die S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen empfiehlt die Konfrontations- oder Expositionstherapie als wirksamste Form der Verhaltenstherapie. Dabei nähern Sie sich dem Gefürchteten schrittweise, in Ihrem Tempo. Gerade bei klar umschriebenen Ängsten kommt diese Behandlung oft mit vergleichsweise wenigen Sitzungen aus. Wie eine Therapie im Einzelfall verläuft, ist individuell verschieden und hängt unter anderem von der Ausprägung und davon ab, wie viele Situationen betroffen sind.

Wie lange dauert eine Therapie bei einer spezifischen Phobie?

Spezifische Phobien lassen sich oft vergleichsweise kurz behandeln: Bei einer klar umschriebenen Angst genügen manchmal schon wenige, gut vorbereitete Expositionssitzungen. Zur groben Orientierung dauert eine Kurzzeittherapie in der Regel 12 bis 24 Sitzungen. Die Sitzungen finden meist einmal pro Woche statt und dauern 50 Minuten.

Was kostet eine Therapie bei einer spezifischen Phobie?

Die Kosten einer Therapie bei einer spezifischen Phobie richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), der bundesweit einheitlichen Grundlage für privat abgerechnete Psychotherapie. Ob und in welchem Umfang Sie die Kosten selbst tragen, hängt von Ihrem Versicherungsstatus ab: Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten je nach Tarif ganz oder anteilig, Heilfürsorgeberechtigte rechnen über ihre Dienststelle ab und gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen. Es ist wichtig zu wissen, dass alle Termine vor der Genehmigung als Selbstzahler gezahlt werden müssen und eine rückwirkende Übernahme nicht möglich ist. Als Selbstzahler erhalten Sie eine transparente Rechnung nach GOP. Welche Kosten in Ihrem Fall konkret entstehen, bespreche ich mit Ihnen vor Beginn der Therapie.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Therapie?

Als Privatpraxis rechne ich nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab, gesetzlich Versicherte können aber über das Kostenerstattungsverfahren nach §13 Abs. 3 SGB V eine Kostenübernahme beantragen. Es greift, wenn Sie nachweislich zeitnah keinen Therapieplatz in einer Kassenpraxis finden. Dafür dokumentieren Sie Ihre Platzsuche, lassen sich die Notwendigkeit der Behandlung bestätigen und stellen vor Therapiebeginn einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse. Die Entscheidung liegt bei der Kasse, eine Garantie gibt es nicht, viele Anträge sind aber erfolgreich, wenn die Unterlagen vollständig sind. Ich unterstütze Sie mit den nötigen Dokumenten und meiner Erfahrung aus früheren Anträgen.

Kann ich die Therapie bei einer spezifischen Phobie auch online machen?

Ja, eine Therapie bei einer spezifischen Phobie ist bei mir auch online per Video möglich, bundesweit und mit denselben Inhalten wie vor Ort in Hamburg. Vieles lässt sich sehr gut online erarbeiten: das Verständnis der Angst, die Vorbereitung der einzelnen Schritte und die Begleitung Ihrer Übungen. Die Konfrontation mit der realen Situation findet dann nach einem klaren, gemeinsam erarbeiteten Plan statt, oft als begleitete Übung zwischen den Sitzungen. Ob rein online, vor Ort oder in Kombination sinnvoll ist, hängt von Ihrer Phobie ab und lässt sich im Erstgespräch klären. Technisch brauchen Sie nur ein Gerät mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und einen ungestörten Raum.

Weitere Fragen? Zur allgemeinen FAQ →

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