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Psychotherapie Hamburg

Psychotherapie bei Sozialer Angststörung in Hamburg

Die Angst vor dem Urteil anderer kann den Alltag sehr erschweren. Das Gute: sie lässt sich behandeln. Ich begleite Sie mit Verhaltenstherapie, vor Ort in Hamburg oder online.

Junger Mann sitzt zurückgezogen da, im Hintergrund lachen Freunde, soziale Angststörung.
Definition

Was ist eine Soziale Angststörung?

Die Soziale Phobie ist eine psychische Erkrankung, bei der Situationen, in denen man im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, starke Angst auslösen: Betroffene befürchten, sich peinlich zu verhalten oder von anderen negativ bewertet zu werden und vermeiden solche Situationen zunehmend.

Innerhalb eines Jahres sind in Deutschland knapp 3 Prozent der Erwachsenen von einer Sozialen Phobie (auch Soziale Angststörung genannt) betroffen. Damit gehört sie zu den häufigsten Angststörungen, wird aber oft lange nicht erkannt, auch weil Betroffene ihre Angst selbst für ausgeprägte Schüchternheit halten.

Die Soziale Phobie beginnt oft schon im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter und verläuft ohne Behandlung oft chronisch. Sie entsteht meist aus dem Zusammenspiel von Veranlagung und prägenden Erfahrungen, etwa wiederholten Situationen von Beschämung oder Ausgrenzung.

Quellen: S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (2021) NICE Guideline CG159: Social anxiety disorder (2013) WFSBP Guidelines Anxiety Disorders, Version 3 (2023)

Symptome

Anzeichen und Symptome einer Sozialen Angststörung

Soziale Angst kennt fast jeder Mensch, etwa vor einem Vortrag. Von einer Sozialen Angststörung spricht man erst, wenn die Angst so stark wird, dass sie Ihr Leben spürbar einschränkt. Die folgenden Anzeichen dienen der ersten Orientierung; sie ersetzen keine sorgfältige Diagnostik. Ob tatsächlich eine Soziale Angststörung vorliegt, lässt sich nur in einem therapeutischen Gespräch fachlich klären.

Angst vor Bewertung

Sobald Blicke auf Sie fallen, läuft im Kopf die Frage mit: Was denken die gerade über mich?

Angst, sich zu blamieren

Sie fürchten, rot zu werden, zu zittern oder den Faden zu verlieren und dass es alle sehen.

Körperliche Reaktionen

Erröten, Schwitzen, zitternde Hände, trockener Mund, ausgerechnet dann, wenn es darauf ankommt.

Vermeidung

Etwas in der Runde sagen, telefonieren, auf Feiern gehen: Sie sagen ab oder gehen nur, wenn es nicht anders geht.

Grübeln danach

Nach jedem Gespräch spulen Sie alles zurück: Was habe ich Falsches gesagt? Wie kam das rüber?

Sicherheitsverhalten

Sie sprechen leise, meiden Blickkontakt, halten sich am Glas fest, nur um bloß nicht aufzufallen.

Erwartungsangst

Schon Tage vorher steigt die Anspannung. Der Termin wirft seinen Schatten über alles andere.

Einsamkeit

Kontakte, die Ihnen wichtig wären, schlafen ein. Das tut weh und macht die Angst nur größer.
Ablauf einer Therapie

Wie läuft eine Therapie bei Sozialer Angststörung ab?

Ich arbeite evidenzbasiert nach den aktuellen psychotherapeutischen Leitlinien. Die Sitzungen finden vor Ort in Hamburg oder online per Video bundesweit statt, in der Regel einmal pro Woche (50 Minuten).

Kostenloses Kennenlerngespräch

Sie buchen über das Buchungstool auf meiner Website einen Termin für ein Kennenlerngespräch. In diesem kostenlosen, ca. 10-minütigen Telefonat klären wir dann gemeinsam Ihr Anliegen, offene Fragen und das weitere Vorgehen.

Erstgespräch

Passt es für uns beide, vereinbaren wir das eigentliche Erstgespräch. Jetzt nehmen wir uns Zeit: Sie erzählen, was Sie bewegt und was Sie sich von einer Therapie erhoffen. Es gibt keine falschen Antworten und keinen Druck. In der Regel nehmen wir uns dafür bis zu drei Sitzungen. Auch die Frage, ob sich die Zusammenarbeit stimmig anfühlt, gehört hierher.

Probatorik, Diagnostik & Therapieziele

In bis zu vier probatorischen Sitzungen geht es darum, Ihr Anliegen wirklich zu verstehen: Ihre aktuelle Situation, den Hintergrund, Ihre Lebensgeschichte. Ergänzend setze ich testdiagnostische Verfahren ein. Gemeinsam klären wir, ob und in welcher Form eine Therapie sinnvoll ist und welche Ziele Sie sich wünschen.

Therapiephase

Jetzt beginnt die eigentliche therapeutische Arbeit, individuell auf Sie abgestimmt. Sie gewinnen Klarheit über Zusammenhänge und Muster, lernen neue Strategien kennen und entwickeln Schritt für Schritt einen anderen Umgang mit sich selbst, Ihrem Problem und Ihrem Alltag. Bei Sozialer Angststörung gehört dazu z.B. das schrittweise Üben gefürchteter Situationen und die Arbeit an selbstkritischen Gedanken.

Stabilisierung & Abschluss

Eine Therapie endet nicht abrupt. In den letzten Sitzungen blicken wir zurück: Was hat sich verändert? Was haben Sie über sich gelernt? Welche Werkzeuge nehmen Sie mit? Wir besprechen, wie Sie das Erreichte im Alltag verankern und künftigen Herausforderungen begegnen, auch um Rückfällen vorzubeugen.

Über mich

Sophia von Krauß

  • M.Sc. Psychologin mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie, Neuropsychologie und Wirtschaftspsychologie
  • Approbierte Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
  • Eingetragen im Arztregister der KV Hamburg
  • Mehrjährige klinische Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit im ambulanten, teilstationären und vollstationären Setting
Lernen Sie mich kennen
Kosten & Abrechnung

Abrechnung & Kosten

Die Therapie wird nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) abgerechnet. Je nach Versicherungsstatus gibt es verschiedene Abrechnungswege.

  • Privatversicherung (PKV)

    Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten einer Psychotherapie je nach Tarif ganz oder anteilig. Den Umfang klären Sie am besten vorab mit Ihrer Versicherung.

  • Beihilfe

    Beamtinnen und Beamte rechnen über die Beihilfe ab, ergänzt durch die private Restkostenversicherung. Die Vorgaben klären Sie am besten vorab mit der Beihilfe ab.

  • Heilfürsorge

    Angehörige von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr können Psychotherapie über die Heilfürsorge abrechnen. Besprechen Sie die Vorgaben hierfür bitte mit der Heilfürsorge.

  • Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV)

    Gesetzlich Versicherte können die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen, wenn zeitnah kein Platz in einer Kassenpraxis verfügbar ist. Wichtig: Alle Termine vor der Genehmigung müssen als Selbstzahler gezahlt werden, eine rückwirkende Übernahme ist nicht möglich.

  • Selbstzahler

    Sie können die Therapie unabhängig von Ihrer Versicherung selbst zahlen, transparent nach GOP, ohne Antrag und ohne Meldung an Ihre Krankenkasse.

Kontakt aufnehmen

Der erste Schritt darf klein sein

Ich weiß, dass gerade dieser Schritt Überwindung kostet. Das Kennenlerngespräch ist ein geschützter Rahmen, in dem wir in Ruhe klären, ob eine Therapie bei mir zu Ihnen passt, in Hamburg oder online.

FAQ

Häufige Fragen zur Sozialen Angststörung

Woran erkenne ich eine Soziale Angststörung?

Eine Soziale Angststörung erkennen Sie vor allem daran, dass die Angst vor Bewertung deutlich über normale Schüchternheit hinausgeht: Situationen, in denen Sie im Mittelpunkt stehen könnten, lösen starke Angst oder körperliche Reaktionen wie Erröten, Schwitzen und Herzklopfen aus und werden zunehmend vermieden. Entscheidend sind Leidensdruck und Einschränkung, etwa wenn Sie berufliche Chancen auslassen, Kontakte einschlafen oder schon Tage vorher die Anspannung steigt. Viele Betroffene leben lange damit, weil sie die Angst für einen Teil ihrer Persönlichkeit halten. Ob tatsächlich eine Soziale Angststörung vorliegt, lässt sich nur durch eine sorgfältige fachliche Abklärung feststellen.

Hilft Verhaltenstherapie bei Sozialer Angststörung?

Die Wirksamkeit von Psychotherapie bei Sozialer Angststörung ist wissenschaftlich gut untersucht: Die S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen empfiehlt die kognitive Verhaltenstherapie als Psychotherapie der ersten Wahl. In der Therapie arbeiten wir gemeinsam an den selbstkritischen Gedanken und Erwartungen an das eigene Auftreten und Sie üben schrittweise den Situationen, die Sie bisher vermeiden, in Ihrem Tempo wieder zu begegnen. Auch der Abbau von Sicherheitsverhalten gehört dazu. Das ist wichtig, weil die Soziale Angststörung ohne Behandlung meist chronisch verläuft. Wie eine Therapie im Einzelfall verläuft, ist individuell verschieden.

Wie lange dauert eine Therapie bei Sozialer Angststörung?

Wie lange eine Therapie bei Sozialer Angststörung dauert, ist sehr individuell: Die Dauer hängt von Ihrem Anliegen, dem Schweregrad und dem Verlauf ab. Zur groben Orientierung: Eine Kurzzeittherapie umfasst in der Regel 12 bis 24 Sitzungen, eine Langzeittherapie kann 60 Sitzungen und mehr umfassen. Die Sitzungen finden meist einmal pro Woche statt und dauern 50 Minuten.

Was kostet eine Therapie bei Sozialer Angststörung?

Die Kosten einer Therapie bei Sozialer Angststörung richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), der bundesweit einheitlichen Grundlage für privat abgerechnete Psychotherapie. Ob und in welchem Umfang Sie die Kosten selbst tragen, hängt von Ihrem Versicherungsstatus ab: Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten je nach Tarif ganz oder anteilig, Heilfürsorgeberechtigte rechnen über ihre Dienststelle ab und gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen die Kostenerstattung nach §13 Abs. 3 SGB V beantragen. Es ist wichtig zu wissen, dass alle Termine vor der Genehmigung als Selbstzahler gezahlt werden müssen und eine rückwirkende Übernahme nicht möglich ist. Als Selbstzahler erhalten Sie eine transparente Rechnung nach GOP. Welche Kosten in Ihrem Fall konkret entstehen, bespreche ich mit Ihnen vor Beginn der Therapie.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Therapie?

Als Privatpraxis rechne ich nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen ab, gesetzlich Versicherte können aber über das Kostenerstattungsverfahren nach §13 Abs. 3 SGB V eine Kostenübernahme beantragen. Es greift, wenn Sie nachweislich zeitnah keinen Therapieplatz in einer Kassenpraxis finden. Dafür dokumentieren Sie Ihre Platzsuche, lassen sich die Notwendigkeit der Behandlung bestätigen und stellen vor Therapiebeginn einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse. Die Entscheidung liegt bei der Kasse, eine Garantie gibt es nicht, viele Anträge sind aber erfolgreich, wenn die Unterlagen vollständig sind. Ich unterstütze Sie mit den nötigen Dokumenten und meiner Erfahrung aus früheren Anträgen.

Kann ich die Therapie bei Sozialer Angststörung auch online machen?

Ja, eine Therapie bei Sozialer Angststörung ist bei mir auch vollständig online per Video möglich, bundesweit und mit denselben Inhalten wie vor Ort in Hamburg. Videobasierte Psychotherapie ist inzwischen gut untersucht und kann eine sinnvolle Alternative sein, wenn der Weg in die Praxis zu weit ist, Sie beruflich stark eingebunden sind oder es Ihnen gerade schwerfällt, das Haus zu verlassen. Manche Menschen bevorzugen dennoch das persönliche Gespräch vor Ort, beides lässt sich auch kombinieren, etwa das Erstgespräch in der Praxis und die laufenden Sitzungen online. Technisch brauchen Sie nur ein Gerät mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und einen ungestörten Raum. Ich nutze einen datenschutzkonformen Videodienst.

Heißt es Soziale Angststörung oder Soziale Phobie?

Beide Begriffe meinen dasselbe Störungsbild. „Soziale Phobie" ist die ältere Bezeichnung aus dem Diagnosesystem ICD-10 (dort unter F40.1). In der aktuelleren Version ICD-11 und im Diagnosesystem DSM-5 heißt es „Soziale Angststörung". Der neuere Begriff hat sich durchgesetzt, weil er besser ausdrückt, worum es geht: nicht nur um die Angst vor einer einzelnen Situation, sondern um eine anhaltende Angst vor Bewertung in ganz unterschiedlichen sozialen Situationen. Für die Behandlung macht es keinen Unterschied, welchen Namen man verwendet.

Weitere Fragen? Zur allgemeinen FAQ →

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